Freitag, 26. Oktober 2012

Einfach so


Kindle Edition

Ebook; 426 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 162 Seiten
 
Kerstin Michelsen Verlag
 
ASIN: B009OMUU1E
 
***
 
Inhalt in meinen Worten  
 
Mellie verliert durch einen tragischen Autounfall ihre grosse Schwester Annika und erzählt, wie sie diesen Verlust versucht zu verkraften, wie ihre Familie damit umgeht und wie sie alle versuchen, in den Alltag zurück zu kehren.
 
Meine Meinung

Eine traurige und ergreifende Geschichte, aus der Sicht der Hinterbliebenen geschrieben.
Ich muss sagen, dass sie mich ganz besonders angesprochen hat, weil ich selber erst vor drei Monaten meine Mutter viel zu früh verloren habe.
Viele der beschriebenen Gefühle habe ich selber so empfunden und ich kenne auch dieses schlechte Gewissen, wenn man wieder lacht ... obwohl man doch einen geliebten Menschen verloren hat.
Auch das mit den Mitmenschen, die nicht wissen, wie sie mit einem umgehen sollen, kenne ich nur allzu gut!
Allerdings bin ich mit der Stelle, wo steht, dass die Trauer um ein Kind schwärzer und unmöglicher zu ertragen ist, nicht ganz zufrieden gewesen.
Meine Mutter war erst 58 Jahre alt als sie an einer schweren Krankheit starb und auch dies war für uns alle unbegreiflich und viel zu früh, viel zu überraschend.
Ich denke, wenn ein Mensch alt und vom Alter her gebrechlich wird und stirbt, dann gehört es zum Lauf des Lebens ... es ist natürlich!!!
Stirbt ein Mensch durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit ... egal wie alt er ist, dann ist dies unnatürlich und sicher noch viel schwerer zu verkraften.
Aber generell ist jeder Tod ein Verlust, solange man zu dem Toten eine enge Beziehung hatte.
Dies mal aus der Sicht eines 10-jährigen Kindes zu sehen/lesen ist interessant.
Sie trauert um ihre grosse Schwester, sieht, wie ihre Mutter zusammenbricht und schlittert selber in eine Depression hinein, weil sie mit der Zeit einen grossen Hass auf den
Autofahrer entwickelt, der ihre Schwester getötet hat.Erst bei einer Psychotherapie lernt sie mit ihrem ganzen Gefühlschaos fertig zu werden.
Die Geschichte ist toll ... ein trauriges Thema, aber es gehört nunmal zum Leben dazu!
Allerdings hatte ich ein bisschen Probleme mit dem Hin- und Her der Zeiten aus denen geschrieben wurde.
Es wurde oft viel aus der nahen Zukunft vorweg genommen, um dann etwas später nochmal genauer darauf einzugehen.
Und meine Version hatte noch ziemlich viele Rechtschreibfehler.Es fehlten Buchstaben und manchmal sogar ganze Wörter.Dies nahm mir ein bisschen den Lesespass!
Bis auf die Rechtschreibfehler könnte man die anderen Mängel mit dem Alter des Mädchens erklären, aus dessen Sicht erzählt wurde.
Aber ich hatte es eigentlich so verstanden, dass Mellie diese Geschichte erst als junge Frau aufschrieb.
Nicht schlecht, hätte aber noch etwas besser sein können ;-)

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